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Hier schildert uns Gerd
Kohlhage sein Treffen
mit Eva im Zusammenhang mit der Lesung "Der kleine Prinz" am 25.
Januar 2008 in Herscheid.
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Freitag, der 25. Januar
2008, 13:17 Uhr. An der Leuchttafel im Düsseldorfer Flughafen
erscheint hinter der Ankunft des Fluges Nr. 6280 aus München
die Information „gelandet". Und mit dieser Maschine der Air
Berlin musste sie kommen. Eva Habermann, wohl die hübscheste
Blondine, die das Fernsehen zur Zeit in romantschen Filmen präsentiert. Entsprechend
gespannt blickten wir auf die Schwingtür am
Ausgang B09, in der sie erscheinen musste. Die ersten Passagiere
kamen dicht gedrängt, mit Koffern, Kartons und Teppichen beladen,
die meisten Frauen mit Kopftuch – das waren die Passagiere
der vorher gelandeten Maschine aus Ankara.
Nach einer kurzen Zeit, in der sich vor B09 nichts tat, erschienen
weitere Passagiere, aber jetzt in anderem Outfit, eleganter mit
kleinen schwarzen Koffern oder modernen Reisetaschen. Das waren
offensichtlich die Passagiere der Maschine aus München.
Jetzt
musste sie bald erscheinen, in jedem Moment würden
die blonden Locken hinter der Schwingtür zu sehen sein. Aber
nichts. Die letzten Passagiere. Dann nichts mehr. Der aufleuchtende
Hinweis hinter der Ankunftsanzeige: „Maschine entladen.“
Und
was jetzt? Hatte sie die Maschine verpasst? Oder hatte ein anderer
Termin ihr Kommen verhindert? Ratlosigkeit! Ihre Agentur
hatte unsere Handynummer und sie, um mit uns Verbindung aufzunehmen,
eventuell nicht?
„Hallo!“ die schöne
Stimme einer jungen Frau. „Hallo!“ und
diese Stimme klang bekannt. Da stand sie und schaute uns mit dem
Lächeln an, das wir von ihr vom Bildschirm kannten: Natürlich,
herzlich, nicht aufgesetzt. Sie war da – Eva Habermann ganz
persönlich und sofort war sie da die Sympathie, die jeder
empfindet, der diese junge, hochtalentierte Schauspielerin in den
für sie typischen Rollen am Bildschirm sieht.
Es blieb wenig
Zeit, sie, die hübsche Blondine im modischen
Ledermantel und engen Jeans, zu bewundern. Ab ging es durch die
Menschentrauben in der Empfangshalle im Düsseldorfer Flughafen,
ins Parkhaus und dann in den Wagen und zur Autobahn. Noch eben
ein wenig zu trinken und ein Big-Mac an der Raststätte. Die
Blicke neben uns zeigten die Bewunderung für die hübsche
junge Blondine an unserer Seite. Würde man sie erkennen: Mensch
das ist doch die Habermann! Nein, Gott sei Dank nicht und es ging
weiter.
Um 18.00 Uhr würden die Gäste
mit Aufregung, manche auch mit Herzklopfen, auf die Lesung des „Kleinen
Prinzen“ im
schmucken Bürgersaal des Herscheider Rathauses mit Eva Habermann
warten, die man bewundert hatte am Bildschirm und deretwegen man
hauptsächlich kommen würde.
Eine besondere Überraschung sollte
noch auf Eva warten. Eva und die schönen Haflinger, eine besondere
Beziehung. Denn auch die Haflinger gehören zu den schönsten
unter den Pferden und für sie typisch sind ihre wunderschönen
langen blonden Haare. Mit einer Kutsche und ihren geliebten Haflingern
fuhr Eva dann bis ins Herscheider Dorf (am Fuße der beliebten
Wanderregion des Ebbegebirges im Sauerland – NRW) und dann
erst einmal zum verdienten Relaxen.
Gespannte Stille, nur manchmal
leises Murmeln. Jeden Moment musste sie erscheinen. 17.50 Uhr – nur
noch 10 Minuten bis zum angegebenen Lesungstermin. Wie würde
sie aussehen? So wie auf der „Kleinen
Farm in Irland“ oder im „Landarzt“ oder im „Traumhotel
Afrika“? Wie wird sie lesen, und dann noch den „Kleinen
Prinzen“ in Erinnerung an den großen, leider viel zu
früh gestorbenen Ulrich Mühe? War das überhaupt
die Richtige Besetzung, für ihn zu lesen? Bildhübsch,
jung und bezaubernd ist sie ja, aber steht ihr Aussehen nicht zu
sehr im Vordergrund? Skeptik, aber auch Herzklopfen beim Warten
auf die schöne Eva.
Und dann stand sie da in ihrem atemberaubend
schönen Kleid. Lächelnd, wie alle sie kannten, und im
Original noch viel schöner
als am Bildschirm! Nicht abgehoben schreitend, sondern ganz locker
und so warm lächelnd, dass der Funke ihres Charmes sofort
voll auf die Gäste übersprang, ging sie – fast
noch ein wenig wie ein Teenager, aber doch wie eine wunderschöne
Frau – auf die Bühne, setzte sich in den Ohrensessel,
schlug ihre schönen Beine reizvoll übereinander – das
Herzklopfen im Saal wollte nicht nachlassen – und begann
zu lesen.
Und was dann folgte, war keine Lesung
und doch wieder eine, aber eine, wie sie keiner erwartet und noch
weniger jemals
erlebt hatte.
Eva Habermann las nicht den „Kleinen Prinzen“, sie
spielte ihn mit Worten, mit Gesten, mit kunstvollen Veränderungen
ihrer Stimme. Sie nahm die Gäste mit hinein in die Geschichte
des „Kleinen Prinzen“, sie zog sie mit ihrer unbeschreiblichen
Lesung – traumhaft, ja noch mehr, die richtigen Worte sind
schwer zu finden – so in den Bann, dass sie am Ende der Lesung,
als Eva ganz langsam das Buch zuklappte, als sie stumm blieb und
auch selbst noch ergriffen vom Schicksal des „Kleinen Prinzen“ in
den Saal blickte, alle Zuhörer das Ende der Geschichte nicht
bemerkten. Ganz still war es im Bürgersaal sekundenlang. Und
dann nach dem ersten erwachenden Klatschen brach ein Beifallssturm
los – standing ovations für nicht nur eine der wunderschönsten,
charmantesten Schauspielerinnen sondern viel mehr für eine
so eindrucksvolle und mitreißende Lesung, wie sie wohl keiner
erwartet hatte. Und das war ihre Premiere!
„Wenn einer anfängt zu heulen
am Ende, dann heule ich auch,“ hatte sie noch auf der Fahrt
gesagt und erzählt,
wie sehr sie "Der kleine Prinz“ und sein Schicksal
sie ergriffen und sie schon daran gezweifelt hatte, ihn zu Ende
lesen zu können. Das sagt keine routinierte Darstellerin,
sondern eine junge Frau mit viel Herz und Gefühl – eben
Eva.
Noch lange stand sie im Mittelpunkt
der Gäste und ihrer
Fans, genoss das bewundert werden in vollen Zügen und blieb
dabei so warm und herzlich – nicht gespielt sondern echt – so
natürlich und charmant. Und alle, die da waren, verstanden,
warum diese junge Schauspielerin so bewundert und von ihren Zuschauern
so geliebt wird: Weil sie im Original nicht nur noch schöner
ist wie am Bildschirm – geht das überhaupt noch? – sondern
weil sie im Original genauso liebenswert, so natürlich und
nett ist, wie die Personen, die sie vor der Kamera spielt. Eva
Habermann – ein Geschenk für alle, die sie sehen und
denen sie begegnet. Eva, bleib so wie Du bist und eine ganz große
Karriere wartet auf Dich – und komm bald wieder!
Gerd Kohlhage,
19.02.2008 |
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