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Wie auf dem Fanclubtreffen im Mai 2006 versprochen, waren meine Mutter
und ich von Eva zu einem Drehtag während der Produktion
einer ihrer neuen Fernsehfilme eingeladen worden. Der Termin
am 29.08.06 passte gut, lag der Drehort am Tegernsee doch fast
direkt an unserem Weg zum Urlaub nach Südtirol, so dass
wir anschließend gleich dorthin weiterfahren konnten.
Am Abend des 28.08. kamen wir bei Regenwetter im Hotel „Bayrischer
Hof“ in Miesbach an, wo fast alle am Film Beteiligten logierten
und Eva für uns ein schönes Zimmer bestellt hatte, das
wir auf ihre Kosten bewohnen durften. Bereits an der Rezeption bekamen
wir einen Drehplan für den nächsten Tag mit lieben Grüßen
von Eva (draufgemalt) ausgehändigt, den jeder Mitwirkende täglich
erhielt, so dass wir uns ein wenig darauf einstellen konnten, was
uns am nächsten Tag erwarten würde.
Bald nach dem Abendessen
klingelte das Telefon in unserem Zimmer und Eva kündigte ihren
Besuch an. Wenige Minuten später erschien sie höchstpersönlich,
begrüßte uns herzlich und erklärte uns den ungefähren
Ablauf des Folgetages am Set.
Natürlich zog sie nicht ohne ein
kleines Dankeschön unsererseits von dannen: Fotos vom Fanclubtreffen,
Pralinen und eine Flasche französischer „Opera“ – Sekt
(passend zum Film) gingen in ihr Eigentum über. Ein wenig aufgeregt über
das Kommende legten wir uns, nachdem Eva sich verabschiedet hatte,
bald zur Ruhe. Am 29.08. holte Eva uns nach dem Frühstück
um 09.15 Uhr im Foyer des Hotels ab. Mit den Lockenwicklern im Haar
sah sie ulkig aus, denn die Frisur für den Film wurde erst in
der Garderobe am Drehort fertig gestellt.
Eva
erwies uns die Ehre, den Weg zum Tegernsee (ca. 30 Min. Fahrt)
allein mit ihr in ihrem
Auto zurücklegen zu dürfen. Die Dreharbeiten zum Film „Tanz
auf dem Regenbogen“ (eine 90-minütige ARD - Produktion
nach Utta Danella, die voraussichtlich im Winter an einem Freitagabend
um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird) fanden im Ort Rottach-Egern am südlichen
Ende des Tegernsees statt. Zwar hatten wir am frühen Morgen
einen Regenbogen vom Balkon unseres Hotelzimmers aus sehen können,
das verhieß jedoch einen Tag mit häufigen Schauern. Die
Schauspieler und Statisten hingegen sollten Hochsommeratmosphäre
verbreiten, und das bei maximal 12 Grad und gefühlten 6 Grad
Celsius.
So wurde es eher ein Tanz unter dem Regenbogen, denn immer wieder
gab es unfreiwillige Drehpausen wegen Regenschauern, und wenn die
Sonne mal kurz zwischen dichten Wolken herauslugte, mussten schnell
alle ihre Plätze wieder einnehmen, damit die Szene vor dem nächsten
Regen im Kasten war. Im Film selbst spielt Eva die unglückliche
Frau eines Opernsängers, die ihre eigentliche Bestimmung und
ihr Glück eher mit einem netten Tierarzt und in der Übernahme
eines Blumenladens findet. Neben Eva als Hanna verkörpern in
den weiteren Hauptrollen
Miguel Herz-Kestranek ihren Ehemann Roman, Gunther Gillian den
Tierarzt und Christina Plate die Frau, die Roman letztendlich abbekommt,
so
dass es am Ende des Films wohl zwei glückliche Paare geben
wird. An diesem Drehtag – übrigens dem vorletzten -
wurden drei Szenen gedreht. Zunächst wurde als aufwändigste
Szene die Eröffnungsparty für Hannas Blumenladen abgedreht.
Wegen des unbeständigen Wetters nahm dies fast 2 Stunden in
Anspruch. Neben den 6 Hauptdarstellern waren hierzu noch ca. 15
Statisten am
Set. Eva brachte es fertig, dass wir ebenfalls als Statisten mitspielen
durften. Das war toll!
Wir
standen an einem runden Tischchen direkt vor dem Eingang des Blumenladens
(übrigens ein umdekorierter
Antiquitätenladen) und
Eva brachte uns Gläser mit Sekt
mit den Worten:„Schön, dass ihr gekommen seid“.
Alle mussten bei den Teilszenen Sommerfeeling vermitteln, auch
Eva in ihrem luftigen Kleid. Da alles mehrfach geprobt wurde, hieß es
bestimmt 20 mal rein in die warmen Klamotten und wieder raus aus
den warmen Klamotten. Um die Mittagszeit war die Szene dann im
Kasten und es fand ein Fotoshooting für die anwesende Presse
statt, wobei die Fotografen außer an Gruppenbildern der Hauptdarsteller
vor allem an Solobildern von Eva interessiert waren, die hierfür
auch bereitwillig posierte.
Im Anschluss daran waren wir in einem
nahegelegenen Lokal zum Mittagessen mit der Filmcrew und den Darstellern
eingeladen, wobei wir mit Eva am selben Tisch saßen. Mit
dem Regisseur und anderen Schauspielern sowie Leuten von der Filmcrew
kamen wir dort und während des Tages ebenfalls ins Gespräch
und alle waren sehr nett zu uns. Am Nachmittag wurde für die
zweite Szene im Inneren des Blumenladens gedreht, weil Hanna/Eva
ihren künftigen Laden besichtigt. Da der Platz im Laden selbst
sehr beschränkt war, konnten wir hier nur von außen
durch die großen Fenster zuschauen. Schließlich folgte
noch eine kurze Fahrszene mit Hanna, Tierarzt Christian und Hund „Don
Giovanni“ im offenen Jeep, welche die Ankunft der Drei am
Blumenladen zeigt. Um die Szene zu beleben, durften wir als Passanten
auf dem
Gehweg neben der Straße durchs Bild laufen. Gegen 15.30 Uhr
war der Drehtag dann abgeschlossen. Den Tag darauf (Mittwoch) hatten
alle wegen des vorausgesagten schlechten Wetters frei. Die Bergszenen
für den letzten (22.) Drehtag der Produktion wurden auf Donnerstag
30.08. verschoben.
Damit
war unser Tag mit Eva aber noch nicht zu Ende. Nachdem sie abermals
kurz für Fotografen posiert hatte, besuchte die Schauspielerin
mit uns noch ihr Lieblingscafé am Tegernsee, wo wir sie
nochmals für uns allein zum gemütlichen Plaudern hatten,
ehe sie uns mit dem Auto wieder ans Hotel brachte. Dort durften
wir in einem
Raum mit ihr, dem Regisseur Peter Weissflog und einigen Darstellern
noch die Rohfassung einiger in der Vorwoche gedrehter Szenen begutachten.
Gegen 17.30 Uhr hieß es dann Abschied von Eva nehmen, die
den Abend verständlicherweise mit Schauspielkollegen verbringen
wollte. Jedenfalls wurden wir von ihr den ganzen Tag intensiv und
liebevoll betreut und hatten ein unvergessliches Erlebnis, um das
uns sicher nicht nur die anderen Fanclubmitglieder beneiden dürften.
Walter
Schönthal, September 2006 |
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